Nordborg-Sommertreff 2018

Ahoi Ihr Lieben!

Wie Ihr wisst, ist der Segelsommer 2018 recht ereignislos vor sich hingeplätschert, weil wir aus familiären Gründen keine langen Törns machen konnten. Ein besonderes Highlight war deshalb der Nordborg-Sommertreff für uns, der jedes Jahr am letzten August-Wochenende in Dyvig stattfindet. Wer eine Nordborg-Yacht sein eigen nennt und Zeit und Lust hat, kommt auf eigenem Kiel oder einfach mit dem Auto vorbei. Um das Ganze möglichst unkompliziert zu halten, muss sich niemand anmelden und alle Crews sorgen selbst für ihr leibliches Wohl. Die Einladung hatten wir allerdings schon im Januar verschickt und waren natürlich gespannt, wie viele Leute sich nach so langer Zeit überhaupt noch daran erinnern konnten und sich auf den Weg nach Dyvig machen würden.

Traditionell wird unser Get-Together mit einem gemütlichen Grillabend am Freitagabend eingeläutet. Wenn Wind und Wetter mitspielen, wird am Samstag eine kleine Spaßregatta gesegelt und abends wieder gemütlich zusammengesessen. Am Sonntag treten dann alle langsam wieder die Heimreise an.

Dieses Mal ging die Party allerdings schon am Mittwoch los. Die Crews der Bonne Chance, Tiro und elbkind eröffneten den Sommertreff bei blauem Himmel und Sonnenschein mit Kaffee und Käsekuchen auf der Grillterrasse. Das ging schon mal gut los, und abends im Seglerzelt quasi übergangslos mit Pellkartoffeln und diversen Matjes-Variationen weiter. Ein Gläschen Wein und das eine oder andere Bierchen durften natürlich auch nicht fehlen, denn Ihr wisst ja: Fisch muss schwimmen, und das Kalorienzählen ist sowieso überbewertet.

Später am Abend erweiterten Conny und Ulli unsere Runde. Die beiden segeln eine Nordborg 26 mit dem dänischen Namen Styrbjørn. Wenn sie gerade mal keine familiären Verpflichtungen haben, machen sie im Sommer die dänische Südsee unsicher. Dafür nehmen sie die längere Anreise aus ihrer Heimat Kassel gern in Kauf.

Mittwochabend

Am Donnerstag um die Mittagszeit trudelten dann Chrischi und Dieter mit ihrer  Loreena, einer Nordborg 32, im Hafen ein. Die Wiedersehensfreude war groß, denn mittlerweile sind wir zu einer richtigen „Nordborg-Familie“ geworden. Wir kennen uns ja schon seit einigen Jahren und treffen uns auch gern mal außerhalb der Segelsaison.

Gegen Abend konnten wir dann auch auch Ursel und Dietrich begrüßen. Die beiden hatten eine lange Autofahrt hinter sich – die Strecke von Heidelberg nach Dyvig ist ja nicht gerade ein Katzensprung. Nun freuten sie sich auf ihre Melusina, eine Nordborg 34, Nachdem Dietrich im letzten Jahr monatelang unterwegs gewesen war, hat er sich in diesem Jahr entschlossen, nur in der Vor- und Nachsaison zu segeln und zwischendurch auch mal zuhause zu entspannen. Nun sollte es endlich wieder losgehen, und der Nordborg-Sommertreff war natürlich der passende Auftakt für den Spätsommer-Törn.

Am Freitagmorgen stand  für die Mädels eine Yoga-Session auf dem Programm. Während Tina, Conny und ich uns dafür am Donnerstag noch bei strömendem Regen ins Clubhaus verkrümeln mussten, war Petrus diesmal gnädig gestimmt und schickte uns Sonnenschein und ein paar Wölkchen, so dass wir unsere Matten unter freiem Himmel  ausrollen konnten. Everybody’s Darling und immer mittendrin: Bordercollie-Mix Frida, vierbeiniges Crewmitglied auf der Tiro. Sie hat fleißig mit uns den „herabschauenden Hund“ geübt. 😜

Im Laufe des Nachmittags liefen Maren und Günter mit der Belle Mague und Dirk und Ingo mit der Distelfink ein. Die Nordborg-Flaggen wurden hochgezogen und Steg 4 entwickelte sich – das ist inzwischen auch traditionell – zum Nordborg-Steg…

Nordborg-Steg

Das schöne Wetter musste natürlich ausgenutzt werden, deshalb machten sich einige zu einem Spaziergang auf dem Wanderweg Æ govl nach Mjels auf. Frida durfte dabei natürlich nicht fehlen und zeigte sich flexibel: weil es keinen Ball zum Spielen gab, hat sie stattdessen den einen oder anderen Apfel, der vom Baum am Wegesrand gefallen war, aufgesammelt und ihn uns zum Werfen gebracht. 🤗 So ein Hütehund braucht schließlich Beschäftigung!

Auch ehemalige Nordborgsegler nehmen gern an unseren Sommertreffs teil. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Rosi und Hans, die bis vor zwei Jahren noch die „Hein Mück“ gesegelt haben, sich die lange Fahrt von Freiburg an der Elbe ans Bein gebunden haben, um mit dabei zu sein. Hoffentlich bleibt das auch zukünftig so. 👍🏼

Langsam rückte unser Grillabend näher, im Zelt wurden die Tische zusammengerückt und aufgedeckt. Hafenmeister Erling feuerte wie immer den Grill an und das leckere Fuglsang-Bier vom Fass floss in Strömen. Von allen Seiten wurden Kisten und Körbe mit Essen und Getränken angeschleppt. Plötzlich tauchten noch Frauke und Gerd auf, deren Merlin, eine Nordborg 33, nicht weit entfernt in Augustenborg ihren Heimathafen hat. Als sich im Laufe des Abends herausstellte, dass Frauke an diesem Tag Geburtstag hatte, wurde spontan ein dänisches Geburtstagslied für sie angestimmt. Auch Bootsbauer Holger Jensen und seine Frau Gertraud waren mit von der Partie. Es wurde gegrillt, lecker gegessen und gefachsimpelt, jeder klönte mit jedem und wir hatten einen sehr gemütlichen Abend. Hier kommen ein paar Eindrücke:

Die Spaßregatta am nächsten Tag ist leider ins Wasser gefallen, denn der Wind machte sich rar und einige Schiffe waren schon wieder im Aufbruch. Das war zwar schade, aber das Motto der ganzen Veranstaltung war schließlich „alles kann, nichts muss“. Im Laufe des Vormittags liefen die Loreena in Richtung Kiel, die Belle Mague nach Middelfart und die Distelfink nach Mommark aus.

 

Mittlerweile war auch Roland, der Skipper der Tiro, wieder in Dyvig eingetroffen. Als Schlepperkapitän hatte er ausgerechnet am Freitagabend einen Einsatz und musste deshalb auf den Grillabend verzichten. So ein Pech! Lieber Roland, tröste Dich – Deine beiden Damen haben Dich würdig vertreten. 😉

Abends wurde der Pizzabote aus Nordborg im Hafen gesichtet. „Bleib‘ sitzen, lass flitzen!“ hieß das Motto, und die Versorgungsoffiziere der Schiffe hatten ausnahmsweise frei. Zum letzten Mal an diesem Wochenende gab es auf der Grillterrasse kurzweilige Gespräche, leckeres Essen und einen malerischen Sonnenuntergang zum Dessert. Langsam neigten sich der Abend und auch unser Sommertreff dem Ende zu.

Am nächsten Morgen machte sich die Tiro auf nach Strande, und für die Crew der Bonne Chance war die Segelsaison leider zu Ende. Als das Auto gepackt war, hieß es für Maren und Winfried Abschied nehmen bis zur Segelsaison 2019 – es ging heim nach Düsseldorf.

Allen Teilnehmern hat das Treffen wieder viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass diese schöne Tradition auch in Zukunft weitergeführt werden kann. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr auch mal wieder mit einer Spaßregatta, wir fangen auch jetzt schon mal an, die Daumen zu drücken für den passenden Wind.

Für alle, die beim nächsten Mal dabei sein möchten: der nächste Nordborg-Sommertreff findet vom 23. bis 25. August 2019 in Dyvig statt. Save the date, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Eure elbkinder ⛵️

Martina & Thue

12 Kommentare

  1. Liebe Martina, da habt ihr es aber auch ordentlich krachen lassen, gleich 3 Tage lang. Da bräuchte ich auch zwischendurch eine Yogasession. Schön, dass ihr mit Gleichgesinnten so viel Spaß hattet. Liebe Grüße Undine

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  2. Es ist ganz deutlich auf den Bildern zu sehen: Ihr hattet viel Spaß!

    Und klar, es ist natürlich schade, dass ihr in diesem Jahrhundertsommer nicht so recht zum Segeln gekommen seid (gab es überhaupt mal Wind?), aber Du hast es ja schon geschrieben: die nächste Segelsaison kommt bestimmt! Liebe Grüße, Ulrike

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  3. Moin Martina.
    Schön geschrieben und tolle Bilder. Schade, dass es von Euch so wenig zu lesen gab.Ich hätte gerne mehr gehabt. Kann ja noch. Der Herbst hat sicher auch noch schöne Gelegenheiten, solange es keine Stürme gibt.
    LG Jürgen

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    1. Hallo Jürgen, lieben Dank. Viel wird von uns leider nicht mehr kommen, denn wir sind momentan familiär tatsächlich sehr gebunden, und Anfang Oktober geht das Schiff dann schon wieder ins Winterlager. Aber die nächste Segelsaison kommt bestimmt! 😊

      Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!

      LG Martina

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  4. Yoga am Steg, das finde ich super. Hilft ungemein gegen Schiffsverspannungen. Schade, dass ihr keinen langen Törn machen konntet, ging uns ähnlich. Gerade bei dem Sommer. Liebe Grüße von nebenan. Es tröpfelt mal wieder….
    Cornelia

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    1. Liebe Cornelia, „Schiffsverspannungen“ kenne ich auch gut! Yoga hilft da wirklich super. Wir sind auch etwas traurig, dass wir ausgerechnet in dieser Saison nicht richtig losgekommen sind, aber es werden hoffentlich auch wieder andere Zeiten kommen.

      Liebe Grüße aus Norderstedt, Martina

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