Here comes trouble: AIS-Gerät (oder Thue am Rande des Wahnsinns)

Die meisten Segler, die wir kennen, halten nicht viel von ‚überflüssiger‘ Technik und Elektronik an Bord, so Sachen wie Autopiloten oder AIS-Geräte. „Wozu?“ tönt es von allen Seiten. „Braucht man doch gar nicht, je mehr technische Geräte man an Bord hat, desto mehr Probleme hat man, weil ständig irgendwas nicht funktioniert.“

Das stimmt. Im Prinzip haben die Leute recht, denn schließlich funktioniert die Segelei ja auch mit Kompass und Papierkarten. Ist man aber (so wie mein Skipper) ein verrückter Technik-Freak, dann will und kann man auf die neuesten elektronischen Errungenschaften, die für den maritimen Bereich angeboten werden, einfach nicht verzichten. Mit irgendetwas muss man sich auf den langen Törns ja schließlich auch die Zeit vertreiben, sobald die Segel richtig eingestellt sind. Dann wird mit der Elektronik rumgefummelt, und das fast pausenlos… 😁

Die Zeit, in der unser AIS-Gerät nicht funktioniert hat, war für Thue eine harte Bewährungsprobe. Erstens, weil er ohne die Technik leben musste, und zweitens, weil er beim besten Willen nicht herausfinden konnte, wo der Fehler lag! Er wollte einfach nicht glauben, dass das nagelneue Gerät, das wir erst kürzlich von Weatherdock im Tausch bekommen haben, eventuell defekt sein könnte. Ganz gegen seine Gewohnheit (Männer fragen ja normalerweise noch nicht mal andere Leute nach dem Weg) hat er sich in Dyvig sogar den fachmännischen Beistand eines Elektromeisters geholt. Vergeblich. Das blöde Ding war einfach nicht zum Laufen zu kriegen. Was also tun?

Das Gerät hatten wir ursprünglich bei der Firma Mörer gekauft. Jan, den technischen Leiter, kennen wir aus Dyvig, er liegt mit seinem Boot uns gegenüber am Steg. Als Thues Verzweiflung irgendwann groß genug war, hat er Jan angerufen und ihm die Problematik geschildert. Dem kamen die Werte der Diagnose-Software sofort ziemlich merkwürdig vor. Und weil am nächsten Tag das Wetter sowieso nicht das beste war, setzte Thue sich kurzerhand ins Auto Richtung Buchholz für eine genauere Diagnose bei der Firma Mörer. Und tatsächlich bestätigte sich der Verdacht. Der UKW-Splitter war defekt! Nicht zu fassen. Also das Ganze noch mal von vorne: das Gerät wurde zur Reparatur zum Hersteller nach Nürnberg geschickt und eine größere, qualitativ bessere Diode wurde in den Splitter eingebaut. Am letzten Samstag brachte Jan es wieder mit zurück nach Dyvig. Wir waren natürlich gespannt wie die Flitzebogen, als Thue das Gerät wieder einbaute, und…tadaaa! Es funktioniert, das elbkind sendet wieder!

Nun hoffen wir, dass die Technik auch in Zukunft zuverlässig mitspielt. Man weiß ja nie… 🙃 Unsere Privatsphäre ist natürlich ab sofort wieder etwas eingeschränkt, weil man das elbkind z.B. auf Marine Traffic oder Fleetmoon stalken kann. Aber das ist uns nicht so wichtig, Sicherheit geht vor, und Thue ist auf den Segeltörns endlich wieder gut beschäftigt. 👍🏼😄

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Jan und die Firma Mörer für die Unterstützung und den kompetenten Service! Jan, das war wirklich nicht zu toppen. Du hast meinen Skipper richtig glücklich gemacht!

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4 Kommentare zu „Here comes trouble: AIS-Gerät (oder Thue am Rande des Wahnsinns)

  1. Bei so viel Lob werd ich ja ganz verlegen 🙂
    Ich hoffe die Freude ist aufgrund der größeren Dioden diesmal dauerhaft.

    Und für diejenigen die die Firma Möhrer im Netz nicht finden können:
    Mörer schreibt man ohne „h“ 😉

    Liebe Grüße Jan

    Gefällt 1 Person

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