Dieser besondere Tag im Frühling…

… auf den wir jedes Jahr so sehnsüchtig warten, war Mitte April endlich da – unser Highlight, der Krantermin! In den letzten Monaten hat besonders mein Skipper kaum an etwas Anderes denken können. Am liebsten hätten wir unser elbkind ja schon vor Ostern wieder im Wasser gehabt, aber wir waren offenbar nicht die einzigen – alle Termine waren leider schon ausgebucht, als wir im März angefragt haben 😐. Aber bei dem unbeständigen Aprilwetter war das gar nicht so tragisch, zuhause hatten wir eigentlich noch genug zu tun.

Liebe Segler, kennt Ihr das eigentlich auch, dass Euer Keller im Winter nach und nach zu einem Lagerraum für Schiffszubehör mutiert? Wir konnten jedenfalls zum Schluss kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen. Das Bettzeug und die Bordfahrräder nehmen wir im Herbst sowieso immer mit nachhause, damit Spak und Schimmel keine Chance haben. Und natürlich wurde im Laufe der vergangenen Monate auch das eine oder andere Teil angeschafft und im Keller zwischengelagert. Ein Ausdehnungsgefäß für die Wasserpumpe, Schwämme, Schäkel, Schläuche, Gasflaschen, Klamotten, ein Sonnenschirm fürs Cockpit, usw. usf. Außerdem hatte mein Skipper über Ebay Kleinanzeigen z.B. eine 30 m lange Ankerkette zum Schnäppchenpreis von 60 € ergattert. Für den Transport dieses Zubehörs sind gut trainierte Oberarme übrigens unbedingt von Vorteil. 💪🏼😉 Als der heißersehnte Tag dann feststand und Thue anfing, das Auto zu beladen, waren wir wirklich happy, dass sich die Sitze umklappen ließen. 😉

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Hab‘ mein‘ Wagen vollgeladen…
Krantermin in Dyvig bedeutet für uns normalerweise, dass wir früh aus den Federn müssen, wenn wir live dabeisein wollen. Da klingelt der Wecker dann gern schon mal um 4 Uhr morgens, denn wir müssen ja noch gute zwei Stunden Fahrtzeit bis nach Dänemark einplanen. Dieses Frühjahr hatten wir dazu aber keine Lust. Stattdessen haben wir uns einen Wunsch erfüllt: eine Übernachtung im sündhaft teuren Dyvig Badehotel auf der anderen Seite der Bucht. Die Vorfreude war groß!

Dienstagmorgen nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Dänemark, und als wir im Hafen ankamen, wartete das elbkind auch schon auf uns.

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Wiedersehensfreude pur..!
Als wir das Unterwasserschiff inspizierten, ist uns sofort die neue Propeller-Oberfläche aufgefallen – pechschwarz und merkwürdig gummiartig. Unser Bootsbauer hatte uns schon darauf vorbereitet, dass er in diesem Jahr an einigen Schiffen ein neues Produkt von Hempel testen will, das den Bewuchs von Seepocken verhindern soll. Im vergangenen Jahr haben wir diesbezüglich ja leider eher schlechte Erfahrungen gemacht…

Laut Beschreibung des Herstellers wird das Produkt auf Silikon- und Hydrogelbasis hergestellt, ist biozidfrei und verleiht der Oberfläche wasserähnliche Eigenschaften. Damit sollen sich bewuchsbildende Organismen nicht mehr so leicht am Rumpf ansiedeln und fallen schnell ab, sobald das Boot in Bewegung ist. Geeignet ist es sowohl für Segel- als auch für schnelle Motorboote. Nur für Oberflächen aus Holz ist es nicht brauchbar. Bewuchs soll sich leicht entfernen lassen, und die Beschichtung lässt sich problemlos erneut auftragen. Hydrogel basiert auf nicht reaktiven Polymeren, die dem Anstrich hinzugefügt werden und eine unsichtbare Schutzschicht zwischen der Rumpfoberfläche und dem Wasser bilden. Bewuchsbildende Organismen nehmen den Rumpf als Flüssigkeit wahr und haften so viel seltener an. Wir sind gespannt, ob die Oberflächenbehandlung nun tatsächlich den Durchbruch bringt. Schön wär’s ja…

Nachdem wir über eine Leiter schon einige Taschen und Klamotten an Bord gehievt hatten, haben wir endlich auch den sympathischen neuen Hafenmeister Erling kennengelernt und ein bisschen mit ihm geklönt. Das Hafenmeisterbüro und der kleine Havne Brugsen haben sich deutlich positiv verändert und es war spürbar, dass in Dyvig nun wirklich wieder ein „frischer Wind“ weht. Bei Erling und seiner Frau Helle könnt Ihr  jetzt übrigens auch frisch gebrühten Kaffee kaufen. „Is, Øl og kaffe, det sælger altid!“ (Eis, Bier und Kaffee gehen immer) meint er, und recht hat er. 👍🏼 Das wird bestimmt hyggelig!

Nach unserer kleinen Stippvisite im Hafen haben wir im Dyvig Badehotel auf der anderen Seite der Bucht eingecheckt. Schon ein paarmal hatten wir im Hotel-Restaurant „Skipperstuen“ gut gegessen, und am Karfreitag 2011 sogar das Glück, bei strahlendem Sonnenschein mit Familie und Freunden die Schiffstaufe unseres ersten elbkinds, einer Nordborg 32, auf der Hotelterrasse feiern zu können – bei Temperaturen um die 20 Grad. Von derartig sommerlichen Momenten war der April 2017 ja leider weit entfernt… 😐 In diesem Jahr hoffen wir (wieder mal) auf einen schönen Sommer – die Wetterprognose für Mai, Juni und Juli in Dänemark sieht jedenfalls ganz vielversprechend aus. ⛵️☀️🇩🇰

Die nette Dame am Empfang des Badehotels empfing uns freundlich, und sofort fiel mir die geschmackvolle Frühlingsdeko im Foyer ins Auge – zarte, bezaubernde, wunderhübsche Schachbrettblumen! Duplizität der Ereignisse, denn gerade hatte ich auf dem Weg nach Dänemark  Stefanie’s Bericht über die Schachbrettblumenwiesen im Junkernfeld gelesen und mich sofort in diese besondere Blume verliebt. Stefanie würde wahrscheinlich sagen „schockverliebt“…

Unser Zimmer überzeugte mit geschmackvollem Interieur, einem waaaahnsinnig gemütlichen Bett und viel Liebe zum Detail. Wir fühlten uns auf Anhieb zuhause und haben am Fenster den herrlichen Blick über die Dyvig Bucht genossen. Später am Abend waren wir mit unseren „zukünftigen Ex-Segelfreunden“ Torben und Lene zum Essen verabredet. Leider haben die beiden sich entschieden, ihr Schiff zu verkaufen und sich stattdessen ein Sommerhaus zuzulegen. Und wir sind richtig traurig!

Am nächsten Morgen waren wir um halb sieben die ersten Gäste im Frühstücksraum. Schade, dass die Zeit viel zu knapp war, um das schöne Ambiente so richtig zu genießen. Aber auf der anderen Seite der Bucht warteten ja schon ein Kranwagen, das Nordborg-Team und jede Menge Arbeit auf uns…

To make a long story short: Alles hat reibungslos geklappt, das elbkind hat endlich wieder Wasser unterm Kiel, der Mast ist gesetzt, die Segel sind angeschlagen, das Schiff ist blitzsauber, die Betten sind bezogen und am Ende des Tages hatte ich lt. Schrittzähler fast 10 km auf der Uhr.

Jetzt warten wir noch ein paar Tage ab, bis es etwas wärmer wird und die nächtlichen Temperaturen wieder zuverlässig über dem Nullpunkt bleiben 🙃. Und spätestens Mitte Mai wollen wir wieder los. Wenn Wind und Wetter mitspielen, soll es durch den kleinen Belt in nördliche Richtung gehen; erklärte Wunschziele sind Samsø und Anholt, denn beide Inseln mögen wir wirklich sehr. Von Skagen wollen wir rüber nach Schweden segeln, die Küste entlang und dann weiter durch den Øresund nach Kopenhagen. Vielleicht landen wir in diesem Sommer ja sogar mal im Christianshavn? Ich hätte Lust. Ihr werdet es erfahren…! 😊

Technik-Tipp: MOB-System für Zwei-Personen-Crews

Ahoi, Ihr Lieben! Sind Eure Schiffe aus dem Winterschlaf erwacht, und fängt’s bei Euch auch schon langsam wieder an zu kribbeln? Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf die neue Segelsaison. Am 19. April ist Krantermin in Dyvig, dann geht unser elbkind endlich wieder ins Wasser. Yippieh!

Seid Ihr gut vorbereitet? Auch auf den Notfall?

Bei aller Vorfreude auf das sommerliche Segelvergnügen habt Ihr Euch bestimmt gelegentlich gefragt, wie wohl ein Mann-über-Bord Situation Szenario bei Euch an Bord ablaufen würde. Vielleicht ist es Euch dabei so gegangen wie uns: am liebsten verdrängt man diesen Gedanken schnell wieder. Wird schon alles gutgehen. Es wird schon nichts passieren. Aber was ist, wenn es doch passiert? Seid Ihr gut vorbereitet und wisst, was zu tun ist? Heute gibt es zu diesem Thema einen kleinen Technik- Tipp von meinem Skipper.  😊

Mann über Bord: eine brenzlige Situation

Wer mit einer Segel- oder Motoryacht unterwegs ist, sollte sich unbedingt Gedanken darüber machen, was eigentlich zu tun ist, wenn der „Worst Case“ eintritt und jemand über Bord geht. Klar, wir alle haben fleißig MOB (Mann über Bord) Manöver geübt, um die Prüfungen für unsere Segelscheine zu bestehen. Der wichtigste Teil der Übung fehlt allerdings meistens, nämlich: Wie bekomme ich das über Bord gegangene Crewmitglied eigentlich wieder zurück aufs Schiff??

Solange die Crew aus 5 – 6 Leuten besteht, ist die Situation vielleicht nicht ganz so dramatisch, denn schließlich sind genug Hände und ausreichend Kraft vorhanden, um das über Bord gegangene Crewmitglied wieder zurück an Deck zu hieven. Sehr häufig besteht die Crew aber – so wie bei uns – nur aus zwei Mitgliedern. Und wenn man fast ausschließlich zu zweit unterwegs ist, kann ist eine MOB-Situation nicht nur extrem brenzlig, sondern auch schnell lebensgefährlich werden.

Angeblich soll es Ehe- und Segelpartner geben, die alles tun würden, um über Bord gegangene Crewmitglieder zu retten 😉. Weil Thue auch seine Bordfrau dazuzählt, hat er sich während der Wintermonate eingehend mit der Frage beschäftigt, wie ein MOB-Manöver auch einer Zweier-Crew gelingen könnte.

Zuerst hat er sich die am Markt angebotenen Hilfsmittel angeschaut. Außerdem wurden alle relevanten Tests studiert, in denen erklärt wird, wie Fertiglösungen funktionieren. Aber irgendwie hat ihn keine der Möglichkeiten richtig überzeugt – entweder zu kompliziert, oder die Bedienung war zu fummelig für die eine Person, die parallel zur Rettungsaktion auch noch das Boot steuern und handhaben muss. Deswegen hat Thue ein eigenes System ausgetüftelt, das für uns und unser Schiff einfach und effizient funktionieren müsste.

Gewusst wie – dem Ingenieur ist nix zu schwör! 🙃

Das Ende einer ca. 10 m langen und 10 mm starken, geflochtenen, schwimmfähigen Polypropylenleine (Bruchstärke 1.200 kg) in der Leuchtfarbe rot wurde mithilfe eines Gordingsteks mit einem Karabiner der Marke Wichard (Bruchlast 1.650 kg) verbunden.

Am Karabiner wurde anschließend eine Hostalen-Kugel mit einer durchgehenden Öffnung von 10 mm und einem Auftrieb des doppelten Karabiner-Gewichts angebracht. Die Leine mit Karabiner und Hostalen-Kugel läuft durch einen auf dem Heckkorb befestigten 10 mm-Block (Sprenger Relingsblock, Bruchlast 850 kg). Alles wird aufgeschossen und liegt oder hängt einsatzbereit am Heck parat.

Und dann?

Tritt nun der MOB-Fall ein, wird die Leine mit dem Karabiner-Ende zuerst ins Wasser geworfen, wo es dank der Hostalen-Kugel gut sichtbar an der Wasseroberfläche treibt und leicht greifbar ist. Mit dem anderen Ende der Leine wird die Winsch belegt. Entweder kann die über Bord gefallene Person jetzt selbst den Karabiner am Auge der Schwimmweste einklinken (wir gehen davon aus, dass Ihr ohnmachtssichere Rettungswesten mit Sicherheitsgurt tragt), oder der Mitsegler unterstützt von der Badeplattform aus.

Sobald Rettungsweste und Karabiner sicher miteinander verbunden sind, kann der klitschnasse Unglücksrabe mithilfe der Winsch in aller Ruhe aus dem Wasser gekurbelt werden. Auf unserem Schiff könnten wir die Person erst auf die Badeplattform ziehen und von dort zurück ins Cockpit hieven, ohne dass viel Gewicht gestemmt werden muss. Das ist z.B. immer dann wichtig, wenn eine weibliche Person allein an Bord zurückgeblieben ist und ein Mann gerettet werden muss. Natürlich ist das nicht immer so, aber bei uns bringt der Skipper gute 35 kg mehr auf die Waage als seine Bordfrau. 😜

Thues MOB-System

Wir denken, dass dieses DIY-System gut funktionieren kann. Wenn die Saison wieder losgeht und das Wasser eine anständige Temperatur erreicht hat, werden wir das Ganze bestimmt auch mal ausprobieren. Thue meint ja, dass ich nicht begeistert sein werde, wenn er mich als Versuchskaninchen über Bord schubst, aber wir werden ja sehen, wer von uns beiden der bessere Schubser ist. Ha! 🏊🏼

PS: Welche Systeme verwendet Ihr? Wir freuen uns über Eure Kommentare und Erfahrungsberichte!

 

 

 

Meanwhile in Playa Blanca, Lanzarote…

Hola ihr Lieben! Unsere erste Woche in Playa Blanca liegt nun schon hinter uns und wir haben uns prima eingelebt. Den Tag beginnen wir im „La petite marmite“ direkt am Yachthafen Rubicón. Hier gibt’s französisches Frühstück (Croissants sind nämlich extrem wichtig für meinen Skipper) und das Allerneueste aus dem world-wide-web.

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Spezialität des Tages: Der WiFi Code! 😄
Anschließend machen wir erstmal einen gemütlichen Spaziergang durch den Hafen. 

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Heute Nachmittag stand ein Ausflug zum Papagayo-Strand auf dem Programm. Unser Ziel  hatten wir – ganz umweltbewusst – schon in einer guten halben Stunde zu Fuß erreicht. Zum Glück, denn wer mit dem Auto kommt, muss sich erst auf einer fast endlosen Schlagloch-Piste ans Ziel quälen und auch noch 5 € fürs Parken bezahlen. Die Papagayo-Strände liegen am Ende der Rubicón-Ebene und haben im Gegensatz zu den oft dunklen Stränden aus Vulkangestein auf Lanzarote hellen Sand. Es ist nicht viel los, und FKK-Fans fühlen sich wohl hier. Und nein, es gibt keine Fotos von uns. 🙈

Andere Leute kommen im Urlaub zur Ruhe, wir dagegen bewegen uns endlich mal wieder ein bisschen. Heute Abend quiekt meine Hüfte, leider. Für morgen habe ich mir daher erstmal eine Walking-Zwangspause verordnet. 😐 Schwimmen und Rumgammeln auf dem Liegestuhl sind angesagt!

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Ständig in Bewegung…
In unserer Ferienhaus-Anlage gibt es übrigens außer mir kaum jemanden, der sich mal ins (eis)kalte Wasser des Swimmingpools wagt und ein paar Runden schwimmt. Das verstehe, wer will. Jedenfalls zeigt sich, was Österreicher für Weicheier sind und wer als waschechter Nordeuropäer hart im Nehmen ist. Yes! 👩🏼💪🏼

Wenn die Sonne untergeht, treiben wir uns gern im Yachthafen rum und genießen die besondere Stimmung. Ein kleiner Sundowner gehört natürlich immer dazu. Wirklich schade, dass das faszinierende Schauspiel schon innerhalb weniger Minuten wieder vorbei ist. Sonnenuntergänge in Dänemark verlaufen dagegen ja eher in Slow-Motion. Aber bis wir die wieder erleben können, dauert es ja noch ein paar Monate…

Vor ein paar Tagen haben wir hier in der Marina Rubicón eine gemütliche Bar für Segler entdeckt, die Bar One. Das Ambiente ist – natürlich! – maritim, relaxed und sehr speziell. Ganz offensichtlich haben sich außer uns (haha!) auch schon einige prominente Segel-Gäste in die Bar One verirrt – an den Wänden finden sich viele Erinnerungsfotos und Autogramme. Diverse Teams des Volvo Ocean Race sind hier in der Bar offensichtlich schon zu Gast gewesen. Die kanarischen Inseln scheinen ein beliebtes und gut geeignetes Trainingsrevier für professionelle Segler zu sein.

Es lässt sich wirklich gut aushalten hier – auch wenn für’s Wochenende Regenwetter angesagt ist. Das überleben wir locker. Lieber warmer Regen als Winter in Dänemark, siehe Beweisfoto!

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Eine verschneite Autobahn in DK. Mehr Grau geht nicht. 😐
So, das war mehr Bild- als Textmaterial. Aber wir sind ja schließlich im Urlaub, und da darf man gerne mal ein bisschen faul sein. 🙃 Dazu fällt mir ein schöner Spruch ein, den ich kürzlich irgendwo gelesen habe:

„Faulheit ist die Kunst, sich auszuruhen, bevor man müde wird.“

In diesem Sinne!

Liebe Grüße, Martina & Thue ☀️⛵️

Gut für’s Feng Shui: schwedische Möbelhäuser 🇸🇪

Wir haben es wieder getan. Seit Anfang der Woche machen wir Urlaub in Playa Blanca auf Lanzarote. Wir sind einfach vor dem grauen, norddeutschen Februar auf die kanarischen Inseln geflüchtet und haben uns für ein paar Wochen in den sonnigen Süden abgesetzt. Der Februar ist für uns nämlich immer der allerschlimmste Monat im Jahr, weil er sich wie ein Kaugummi zieht, während wir schon ungeduldig auf den Frühling warten. Stefanie hat in ihrem Beitrag über den Februar in Norddeutschland übrigens wieder mal den Nagel auf den Kopf getroffen. Aber ich finde, sie hat auch gute Ideen, wie man ihn überleben kann.

Unsere kanarische Auszeit fing etwas holprig an. Der Flieger sollte morgens um zehn ab Hamburg starten, das Taxi war zu 7.45 h bestellt. Auf den Punkt um 7.45 h sind wir aufgewacht. Warum? Weil ich kleiner Dussel vor lauter Reisefieber den Handy-Wecker eine Stunde zu spät gestellt hatte!  Zum Glück hat sich der nette indische Taxifahrer bereit erklärt, genau zehn Minuten (bitte keine Minute länger!) auf uns zu warten. Ich war wirklich überrascht, was man in zehn Minuten alles schaffen kann – nämlich so viel wie sonst in einer geschlagenen Stunde! Thue hat zwar ausnahmsweise die Betten gemacht, und den letzten Schliff habe ich mir auf dem Damen-WC des Hamburger Flughafens verpasst 💄😉, aber ansonsten lief alles wie am Schnürchen und wir sind pünktlich in den Flieger eingestiegen.

Schön ist es hier! Unser Highlight ist natürlich die Marina Rubicón (ahoi, Janine und Tom, kommt Euch der Name irgendwie bekannt vor?) der größte Yachthafen von Lanzarote, den wir von unserem Ferienhaus aus in ein paar Minuten zu Fuß erreichen können. Während das eigene Schiff im Winterlager steht, möchte man ja wenigstens mal ein bisschen gucken und Segelatmosphäre schnuppern!

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Unsere Unterkunft haben wir über eine internationale Online-Plattform gebucht, die mit A anfängt und mit irbnb aufhört. Das Haus ist prima ausgestattet und wir haben alles, was Urlauber so brauchen.

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Geflieste Fußböden sind zwar pflegeleicht und bestimmt auch allergikerfreundlich, aber gemütlich geht irgendwie anders. Da musste möglichst schnell Abhilfe geschaffen werden, und das ist uns heute mit einem kleinen Ausflug zu einem bekannten schwedischen Möbelhaus in Arrecife auch problemlos gelungen. Ruckzuck hatten wir alles zusammen was wir brauchten, um es uns in den nächsten Wochen so richtig „hyggelig“ zu machen: Tischläufer, ein paar Kerzen, einen Teppich und einen bequemen Sessel für meinen Skipper. Überraschend, wie ein paar Kleinigkeiten dem Feng Shui guttun! Jetzt kann unser Urlaub richtig losgehen.

Wir melden uns bald wieder. Bis dahin kommen hier ein paar Eindrücke aus Playa Blanca für Euch. Hasta luego und liebe Grüße von Euren elbkindern!  😊 ☀️⛵️

Träume können auch wahr werden!

Wie die Zeit fliegt.. Feiertage und Jahreswechsel liegen längst schon wieder hinter uns, und nun quälen wir uns mürrisch durch die grauen Wintertage. Zum Glück geht’s langsam wieder aufwärts und die Tage werden länger. Für uns bedeutet das: Licht am Ende des Tunnels, die Segelsaison 2017 rückt näher! 😊👍🏼

Aber bevor wir in den nächsten Segelsommer aufbrechen, will ich Euch noch von meinem Highlight zum Saisonabschluss 2016 berichten. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, als mein größter Herzenswunsch unverhofft in Erfüllung ging. Und das kam so:

Thue hatte mit unserem Bootsbauer den 5. Oktober als Krantermin fürs Winterlager in Nordborg vereinbart. Vorher mussten wir das Schiff natürlich noch ausräumen und schrubben. Das Allerwichtigste für uns war aber, dass die Segel beim Abschlagen auf jeden Fall knochentrocken sind. Wir hatten nämlich wenig Lust, sie zuhause auf dem Dachboden zu trocknen. In den letzten Jahren hatten wir das zwar gelegentlich gemacht um Spak und Schimmel zu vermeiden, aber wir wollten uns den Aufwand möglichst sparen.

Die Wettervorhersage für Ende Ende September sah vielversprechend aus: milde Temperaturen und Windstille. Perfekte Voraussetzungen für unsere Aktion. Gleich morgens nach dem Frühstück flitzten wir nach Dyvig, krempelten die Ärmel hoch und legten los. Viel schneller als gedacht waren alle Arbeiten erledigt, die Segel zusammengelegt und in Säcken verstaut. Am späten Nachmittag Uhr guckten wir uns ratlos an. Und jetzt? Sofort waren wir uns einig: raus aus dem Hafen, wir hatten beide noch Lust auf einen kleinen Törn. Auch wenn die Segel schon runter waren – es gab ja schließlich noch den Volvo! Das Wetter war einfach zu schön, um wieder ins Auto zu springen und nachhause zu fahren.

Kurze Zeit später warfen wir die Leinen los. Es ging in den Alssund Richtung Sønderborg. Unser Ziel: die Ankerboje bei Arnkildehage. Seit wir Mitglied im KDY sind, dem „Kongelig Dansk Yachtklub“, dürfen wir nämlich die Ankerbojen der Dansk Sejlunion nutzen! 🇩🇰⛵️

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Tschüss Dyvig!
Ich habe mich gar nicht getraut, Thue zu fragen, ob wir uns eigentlich nur ein Stündchen an die Boje hängen, den Sonnenuntergang genießen und anschließend wieder zurückfahren wollen. Bis zu diesem Tag hatte sich mein Skipper nämlich standhaft geweigert, nachts zu ankern. Weder an der Ankerboje noch sonstwo. Seine Befürchtung, nachts abzutreiben und auf Legerwall zu landen, war zu groß. Ganz kurz für Nichtsegler – so erklärt Wikipedia den Begriff Legerwall:

Mit Legerwall wird die Situation eines Wasserfahrzeuges beschrieben, in der dieses durch Wind, Seegang oder Strömung an eine Küste getrieben wird. Die Gefahr besteht darin, an einer Küste zu stranden, wenn das Boot durch die eigene Motorkraft oder durch Segeln nicht mehr gegen die Naturkräfte ankommt.

So sieht’s aus. Deshalb hat Thue zur Bedingung gemacht, dass nachts einer von uns Ankerwache halten muss. Nachdem wir einige spannende Geschichten zu misslungenen oder hektisch abgebrochenen Anker-Aktionen anderer Segler gehört hatten, halte selbst ich bei instabiler Wetterlage die Ankerwache für sinnvoll. Aber Ankerwache an einer Ankerboje? Das fand ich total albern. Trotz häufiger Diskussionen waren wir uns bis zu diesem Tag nicht einig geworden und haben – zu meinem Leidwesen – die Nächte immer in einem sicheren Hafen verbracht.

Nach einer guten Stunde Fahrt hatten wir an der Ankerboje festgemacht und der Motor verstummte. Augenblicklich legte sich eine himmlische Ruhe über das Schiff. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, nur ein paar Kühe knabberten am Ufer an den Büschen. Das Wasser war blitzblank und Schiffe waren auch nicht mehr unterwegs, schließlich war die Saison fast vorbei. Idylle pur!

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Normalerweise halten wir uns lieber im Cockpit als unter Deck auf. Deshalb gab es  auch an diesem Abend“One-Pot-Pasta“ an der frischen Luft. Es wurde zwar schon merklich kühler, aber wozu gibt’s warme Klamotten?

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Henkersmahlzeit 2016…
Als mein Skipper sich zum Essen das erste Carlsberg genehmigte, war mir klar, dass mein großer Tag gekommen war. Thue trinkt nämlich prinzipiell keinen Alkohol, wenn er am Ruder steht. Also wollte er an diesem Abend auch nicht mehr zurück nach Dyvig. Mein Traum wurde tatsächlich wahr, wir würden die Nacht an der Ankerboje verbringen! 😍

Die Stimmung war wunderbar friedlich, genau so hatte ich mir das immer vorgestellt. Nach dem Essen saßen wir in Wolldecken eingekuschelt im Cockpit, haben bei Bier und Rotwein die Segelsaison noch mal Revue passieren lassen und in der Dämmerung sogar noch ein paar Schweinswale beobachten können.

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Abenddämmerung im Alssund
Am nächsten Morgen lag Dunst über dem Wasser und der Herbst war schon deutlich zu spüren. Frühstück gab es natürlich wieder im Cockpit, anschließend sind wir nach Dyvig aufgebrochen. Das war ein traumhaftes Segelsommer-Finale! Und das Beste: die Weichen für die Zukunft sind gestellt – ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Skipper in Zukunft leichter zum Ankern überreden kann – er hat nämlich Blut geleckt! 😄⚓️

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Der Tag erwacht…
Liebe Segler, wie geht Ihr mit dem Thema Ankern und Ankerwache um? Verwendet Ihr z.B. den elektronischen Ankeralarm oder Anker-Apps fürs Smartphone? Habt Ihr gute Tipps, die helfen, das Ankern sicherer und entspannter zu machen? Leider gibt es ja nicht überall Ankerbojen… Wir freuen uns über Euer Feedback! 😊

Einige Tage später ging  unser elbkind dann ins Winterlager, und damit war der Segelsommer 2016  Geschichte. Aber wie heißt es so schön? Nach der Saison ist vor der Saison! 🇩🇰☀️⛵️

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Das elbkind am Kran
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Auf geht’s ins Winterlager!

Sturm-Check in Dyvig

Ab und zu treibt die Sehnsucht meinen Skipper ja sogar im Winter nach Dyvig. Das war auch heute so. Nach einem kurzen Stopp beim Bootsbauer in Nordborg ist er runter zum Hafen gefahren und hat kurz mal die Lage gepeilt. 

Die Ostseeküste erwartet mit dem Sturmtief „Axel“ heute Nacht das womöglich schwerste Hochwasser seit 10 Jahren. Überall herrscht Alarmbereitschaft. 

Thue war neugierig, wie es in Dyvig aussieht, denn der Wasserstand steigt bereits seit Stunden kontinuierlich an. Heute Nachmittag lag er im Hafen bei ca. 80 cm über normal – mit Tendenz nach oben. Aktuell liegt der Wert bei ca. 1,70 m. 😳 Wir sind gespannt, wie die Nacht verläuft und hoffen, dass unser Lieblings-Heimathafen von größeren Schäden verschont bleibt. 

Schon fast überschwemmt: die Stege in Dyvig

Apropos Dyvig: für alle, die sich im Sommer 2016 darüber geärgert haben, dass nach den Gastspielen zweier Hafenmeisterinnen zum Ende der Saison kaum noch etwas geklappt hat, es keinen Ansprechpartner mehr gab, das Duschhaus nicht mehr regelmäßig gereinigt wurde und der kleine Havnebrugsen meistens geschlossen war: es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels! 

Am 1. März 2017 bekommen wir nämlich wieder einen Hafenmeister. 👍🏼 Erling Jensen wird gemeinsam mit seiner Frau Helle, die sich zukünftig um den Mini-Markt kümmern soll, bestimmt dafür sorgen, dass es wieder aufwärts geht mit unserer Sommerheimat. 😊

Und das ist längst nicht alles. Ab dem Frühjahr bekommt Dyvig ein blitzschnelles WLAN, und der Grillplatz am Steg 3 soll erweitert und verschönert werden. Außerdem ist geplant, den Spielplatz von der Anhöhe in den unteren Teil des Hafens zu verlegen. Ob das noch bis zum Frühjahr klappt, steht allerdings noch nicht fest. 

Wir sind zuversichtlich, dass sich alle Gast- und Festlieger zukünftig  in Dyvig wieder wohlfühlen und freuen uns über die positiven Neuigkeiten. Neues Jahr, neues Glück! 🍀🇩🇰⛵️

Funkzertifikate sind völlig überbewertet!

Nach zwei traumhaften Tagen in Langballigau hieß es nach dem Frühstück „Leinen los!“, und bei relativ schwachem Wind haben wir sofort nach dem Auslaufen Vor- und Großsegel gesetzt. Flensburg war unser nächstes Ziel – wir freuten uns auf ein paar sommerliche Tage mitten in der Fördestadt mit Blick auf den schönen Museumshafen. Unsere dänischen Nachbarn aus Langballigau hatten kurz vor uns abgelegt, jetzt folgten wir Ihnen in Richtung Marina Minde. Leider flaute der Wind schon nach kurzer Zeit ab und wir mussten den Volvo starten. Schade!

Als wir gegen Mittag im Stadthafen einliefen, waren noch einige Plätze am Gästesteg frei. Nach dem Anlegen machte ich ein erstmal klar Schiff und Thue zog los, um das Hafengeld zu bezahlen und den netten Hafenmeister zu begrüßen, den er bei unserem ersten Besuch in Flensburg sofort in sein Herz geschlossen hatte. Er heißt Alfred O’Brian und stammt aus Irland. Im Laufe seines Lebens hat ihn die Liebe nach Flensburg verschlagen und er ist nicht nur seiner Frau, sondern auch der Stadt treu geblieben. Was für eine süße Geschichte!

Für die Segler unter Euch kommen hier ein paar Eckdaten zum Stadthafen Flensburg, der, wie auch Langballigau, ein „im Jaich“- Hafen ist. Die Informationen habe von der Seite im-Jaich.de gemopst.

  • GPS-Position: 54 48,3 N 09 26,3 E
  • Region: Flensburger Förde
  • 168 Liegeplätze an modernen Holzstegen mit Strom- und Wasserversorgung
  • Waschsalon, Duschen / WC
  • Restaurants*
  • Angebote in Hafennähe:
  • Tankstelle, Boots- und Motorwerkstatt, Kran und Einkaufsmöglichkeiten

*Allen, die gern mit einem üppigen Frühstück in den Tag starten, können wir das Frühstücksbuffet im Café Extrablatt in der Großen Straße ans Herz legen. Die Auswahl ist mit frischen Brötchen und Brot, Croissants, Marmelade, Käse, Aufschnitt, Rührei, Bacon, Salat, Obst, Müsli, Dessert und Orangensaft riesig – und das alles für kleines Geld. Vom Stadthafen aus ist man in wenigen Minuten zu Fuß dort.

Dass wir Flensburg sehr mögen, habe ich ich Euch ja schon früher mal erzählt. Die deutsch-dänische Atmosphäre in der Altstadt ist gemütlich und entspannt, und wir bummeln für unser Leben gern durch die hübschen Straßen. Nette Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sind vom Hafen aus in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Und wenn man als Segler Lust auf einen Cocktail oder ein kühles Pils hat, sitzt man in einer Minute in der Beach Bar direkt vor dem Gästesteg. Man ist einfach mittendrin, nicht nur dabei! 😊

Das schöne Spätsommerwetter war uns auch weiter treu, und wir haben die hübschen Straßen und Gassen der Stadt entweder zu Fuß oder mit unseren Bord-Drahteseln erkundet. Als wir uns nach einer Fahrradtour gerade eine Verschnaufpause im schattigen Cockpit gönnten, näherte sich plötzlich ein Schlauchboot von achtern. Vorn saß eine attraktive blonde Frau, ihre männliche Begleitung am Ruder war mit einer Kombination von Schlägermütze und Neoprenanzug allerdings etwas eigenartig gekleidet. Wir waren leicht irritiert. Was waren das denn für Typen?  Im ersten Moment dachten wir, es könnte sich um lokale „Geschäftsleute“ handeln, die über die Badeleiter an Bord klettern wollten, um unseren Tiefgang ein bisschen zu reduzieren. Bei unserem letzten Besuch im Hafen hatten wir nämlich gehört, dass es pfiffigen Langfingern auf diese Weise gelungen war, die Absicherung der Stege zu umgehen. Aber dann war alles nur halb so schlimm, die beiden entpuppten sich nämlich als Hanna und Horst, ein sympathisches Segler-Ehepaar aus Flensburg, das Thue im Sommer im Tuborg Havn in Kopenhagen kennengelernt hatte. Während ich für ein paar Tage vor Wind und Wetter mit dem Zug nachhause geflüchtet war, haben die drei gemütliche Stunden an Bord verbracht. Die Wiedersehensfreude war riesig, und schnell waren wir zum Abendessen verabredet. Bei leckerem Flammkuchen, kühlem Weißwein und lauschigen Temperaturen haben wir in „Ollis Weinlounge“ bis spätabends draußen gesessen und den Segelsommer noch einmal revue passieren lassen.

Am nächsten Morgen ging es bei strahlend blauem Himmel unter Vollzeug zurück in Richtung Dyvig. Auf der Flensburger Förde herrschte reger Betrieb, denn viele Segler nutzten den schönen Spätsommer für einen kleinen Törn.

Je näher wie Sønderborg kamen, desto unsicherer wurden wir. Wie war das noch mal? Wann öffnet die Brücke? Wir waren der Meinung, dass sie im Sommer 1-2 mal pro Stunde aufgeht, aber ob das in der Nachsaison auch so ist? Den Yachthafen von Sønderborg hatten wir schon an steuerbord, als wir die roten Blinksignale an der Brücke entdeckten – nur kurze Zeit später ging sie auf.  Thue legte den Gashebel nach vorn, aber wir hatten keine Chance. Die Zeit war einfach zu knapp, und direkt vor unseren Augen schloss sich die Brücke wieder. So ein Mist! Kurz darauf traute wir unseren Augen nicht, als an der Anzeigetafel die Uhrzeit für die nächste Öffnung auftauchte: in 90 Minuten?! Nein. Das konnte nur ein Irrtum sein!

Aber wozu haben wir eigentlich ein Funkzertifikat gemacht? Mit einem „SRC“, dem „Short Range Certificate“ in der Tasche ist man ja für alle Situationen gut vorbereitet. 👍🏼 Auch darauf, mit einem Brückenwärter zu kommunizieren. Und zwar auf englisch, so wie sich das gehört. Ich lasse in solchen Momenten allerdings gern meinem Skipper den Vortritt, seine Englischkenntnisse sind nämlich deutlich besser als meine. Thue schnappte sich also das Funkgerät, schaltete auf Kanal 16 und funkte den Brückenwärter an, um zu erfahren, wann die Brücke das nächste Mal geöffnet wird:

„Sonderborg Bridge, Sonderborg Bridge, Sonderborg Bridge, this is sailing yacht elbkind – please come in!“

Schweigen im Walde. Keine Antwort.

Zuerst dachten wir, Thue hätte vielleicht eine falsche Taste gedrückt. Also probierte er es gleich noch mal, wieder ohne Erfolg. Keine Reaktion von der Brücke. Hm.

Ratlos zogen wir unsere Kreise durch das Hafenbecken und blickten immer wieder fragend auf die Anzeigetafel. Wir wollten einfach nicht glauben, dass wir die nächsten anderthalb Stunden hier verbringen sollten! Außer uns waren inzwischen schon einige andere Schiffe in Warteposition und kurvten herum; alle waren ständig damit beschäftigt, sich gegenseitig auszuweichen.

Dann hatte Thue plötzlich eine Idee. Er griff sich das Funkgerät noch mal und fragte beim Brückenwärter – diesmal nicht auf englisch, sondern auf auf Sønderjysk Platt – an, ob das vielleicht ein Irrtum sei mit der Öffnungszeit? Und die Antwort kam blitzschnell – auch auf Platt: Nein, das sei kein Irrtum, freitagnachmittags wären so viele Autos auf den Straßen unterwegs, dass man die Brücke leider nicht so häufig öffnen könne. Wir sollten uns doch in der Zwischenzeit einen Kaffee kochen und es uns gemütlich machen, dann würde die Wartezeit bestimmt schnell vergehen… 😄 Ja, ja, da war sie wieder – die dänische „Hygge“! 🇩🇰 Wir nahmen es mit Humor und haben tatsächlich erstmal einen Kaffee getrunken. Und was soll ich Euch sagen – der Mann hatte recht. Mit dem Blick auf das Sønderborg Schloss und das Leben und Treiben im Hafen verging die Zeit wirklich wie im Flug!

Merke: wenn Du mit dem Brückenwärter in Sønderborg kommunizieren möchtest, kommst Du mit Englisch nicht weit. Versuch’s einfach auf Sønderjysk Platt! 😜

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Das AIS kriegt alles mit. Auch Warteschleifen…

Irgendwann ging die Brücke dann tatsächlich wieder auf, und wir konnten unsere Heimreise nach Dyvig endlich fortsetzen. Um die Verspätung wieder gut zu machen ging es mit Vorsegel und Volvo-Unterstützung durch den Alssund Richtung Heimat. Unterwegs lieferten wir uns ein kleines Spaßrennen mit einer Beneteau Oceanis 40 CC Decksalon, die wie wir vor der Brücke gewartet hatte und, wie sich später herausstellte, auch nach Dyvig wollte. Das Wetter war übrigens noch immer herrlich, und deshalb sollte der Törn in die Flensburger Förde auch nicht der letzte in dieser Saison sein: einige Tage später sind wir noch einmal nach Årø gesegelt. Dass die kleine Insel am Anfang des Kleinen Belts eins unserer Lieblingsziele ist, hat sich ja längst rumgesprochen. Wieder hatten wir drei Tage lang strahlenden Sonnenschein, und wenn es abends nicht schon so früh dunkel geworden wäre, hätte man glatt denken können, wir haben Hochsommer. Endlich revanchierte sich Petrus für die ungemütlichen Monate Juli und August!

Dann ging es endgültig zurück nach Dyvig, und langsam wurde uns schmerzlich bewusst, dass die Segelsaison 2016 tatsächlich zu Ende ging. Wir haben in diesem Sommer viel Schönes erlebt, hatten jede Menge Spaß und konnten neue Segelerfahrungen sammeln. Besonders schön fand ich die Begegnungen, und dass wir auf unseren Törns so viele nette und interessante Menschen kennenlernen durften. Auch, wenn wir in diesem Jahr einen etwas holprigen Start in die Saison hatten und Wind und Wetter nicht immer  mitgespielt haben, wird uns die schöne Zeit an Bord unvergesslich bleiben. Mit dem Wetter eines Sommers ist es ja irgendwie wie beim Kegeln: wenn am Ende endlich doch alle Neune umgefallen sind, war der Kegelabend super. Und das gilt für unseren Segelsommer auch!

Heute, am letzten Tag des Jahres, möchten wir Euch ganz herzlich Danke und mange tak sagen dafür, dass Ihr uns auf unseren kleinen Segelabenteuern so treu begleitet habt. Was als kleines Segeltagebuch für unsere Bekannten, Freunde und Familie angefangen hat, hat inzwischen richtig Fahrt aufgenommen und wir sind ganz begeistert, dass uns mittlerweile auch viele Segler folgen. Die Anzahl der Besucher unseres elbkind-Blogs hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Darüber und auch über Eure vielen Tipps und netten Kommentare freuen wir uns sehr.

Euch allen wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr. Bleibt gesund und glücklich! 🍀

Ahoi und herzliche Grüße von Euren elbkindern ⛵️☀️

 

Martina & Thue

 

 

Kleine Zeitreise in den Spätsommer…

Hej, hej, da sind wir wieder! Den aufmerksamen Lesern unter Euch ist natürlich längst aufgefallen, dass es noch ein paar kleine Lücken in unserem Segeltagebuch gibt, die nun endlich gefüllt werden sollen. Also – wenn Ihr Lust habt, lasst doch einfach Zimtsterne, Geschenkpapierrollen und Weihnachtsstress mal kurz links liegen, kommt mit an Bord und begleitet uns auf unserer kleinen Zeitreise  – es geht zurück in den traumhaft schönen Spätsommer.

Bisher hat es uns ja eher selten an die deutsche Ostseeküste verschlagen, weil uns die Atmosphäre in den dänischen Häfen irgendwie mehr liegt – „Hygge“ heißt das Stichwort! 🇩🇰 Anfang September waren wir aber zu einem runden Geburtstag von Nordborg-Segelfreunden eingeladen, der in Langballigau im Restaurant „Anna und Meehr“ gefeiert werden sollte. Da bot sich ein kleiner Törn in die Flensburger Förde natürlich an, mit dem Auto kann ja schließlich jeder fahren. Außerdem war endlich Bombenwetter! ☀️

Bei strahlendem Sonnenschein legten wir in Dyvig ab und rauschten unter Segeln durch den Alssund in südwestliche Richtung. Segeln wie aus dem Bilderbuch! Vor der Klappbrücke in Sønderborg haben wir die Segel kurz eingeholt, mussten aber zum Glück nur ein paar Minuten warten, bis die Brücke aufging. Kaum waren wir durch, gingen die Segel auch schon wieder hoch und weiter ging’s bis zur Spitze vom Broager Land. Dann passte der Wind leider nicht mehr, wir starteten den Motor und liefen schon um die Mittagszeit im Yachthafen von Langballigau ein.

Wir staunten nicht schlecht, als wir entdeckten, dass am Gästesteg ein Platz mit unserem Schiffsnamen gekennzeichnet war. Elke und Thomas, die Geburtstagsgastgeber, hatten beim Hafenmeister einen Liegeplatz direkt vor dem Hafenbüro für uns reserviert. Super, denn die Hafengassen in Langballigau sind ziemlich knapp bemessen und es gibt nicht viel Bewegungsfreiheit für Hafenmanöver. Der freundliche Hafenmeister stand sogar selbst auf dem Steg und nahm unsere Leinen entgegen. Außerdem wurden wir mit Livemusik begrüßt – ein junges Pärchen mit Geige und Mini-Piano gab auf dem Steg irische Folksongs zum Besten. Die Gäste des vollbesetzten Bistro „Odin-Fischer“ vis à vis entspannten sich in ihren Strandkörben, ließen sich die Sonne ins Gesicht scheinen und freuten sich über das musikalische Entertainment. Ich würde sagen, im Hafen herrschte eine lockere Partystimmung. Das ging ja gut los! 😊 Schnell war das elbkind am Steg fest, wir streckten uns leicht bekleidet im Cockpit aus, zischten ein kühles Anlege-Alsterwasser und ließen die gemütliche Hafenatmosphäre auf uns wirken. Endlich Sommer! ☀️

Die Marina Langballigbau gehört zu den „Heimathäfen im Jaich“. Insgesamt neun Yachthäfen an der deutschen Ostseeküste werden von diesem Unternehmen geführt. Neben Langballigau zählt auch der Flensburger Stadthafen dazu. In beiden Häfen haben wir uns auf Anhieb pudelwohl gefühlt. Die sanitären Anlagen sind gepflegt und prima in Schuss, und außerdem haben wir die Hafenmeister als total serviceorientiert erlebt – das hat im Zeitalter der Bezahl-Automaten ja eher Seltenheitswert. Für die Segler unter Euch kommen hier ein paar Informationen über den Yachthafen Langballigau, die ich auf der Homepage von „Im Jaich“ gefunden habe.

GPS-Position: 54 47,0 N 09 37,0 E

Region: Flensburger Förde

Ausstattung:

  • 220 Liegeplätze
  • Dusche / WC
  • Telefon-, Strom- und Wasserversorgung
  • Restaurants
  • Spielplatz
  • Slip
  • Grillplatz
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Entsorgung
  • WLAN
  • Waschmaschine
  • Trockner

Ein paar optische Eindrücke dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Am Nachmittag haben wir uns mit Elke und Thomas auf einen Drink und ein Fischbrötchen beim „Odin-Fischer“ getroffen und uns abends als Testesser im Restaurant „Strandterrasse“ betätigt. Fazit: die Tapas waren lecker, aber wirklich hungrige Gäste kamen wegen endloser Wartezeiten irgendwann an ihre Grenzen. Wir waren eine geschlagene Stunde älter, als das Essen endlich kam. Der tolle Ausblick von der Restaurant-Terrasse im Obergeschoss hat uns zum Glück dabei geholfen, die kleine Geduldsprobe entspannt zu überstehen.

 

Die Geburtstagsfeier startete am nächsten Tag schon um die Mittagszeit. Vorher habe mir einen kleinen Spaß daraus gemacht, im „kleinen Schwarzen“ im Cockpit aufzutauchen. Der Crew des Nachbarschiffs fiel die Kinnlade runter und es gab großes Gelächter, als ich erklärte, das sei mein ganz normales Segel-Outfit, ich sei nun mal ein Mädchen und das ließe ich mir einfach nicht nehmen… 👸🏼😜

Die Geburtstagsfeier bei „Anna und Meehr“ war sehr nett. Unsere lustige Runde hatte  das kleine Restaurant als geschlossene Gesellschaft ganz für sich, und die Crew von „Anna & Meehr“ verwöhnte uns nach Strich und Faden mit immer wieder neuen Fingerfood-Überraschungen. Später zogen wir für Kaffee und herrliche Kuchenspezialitäten auf die Terrasse um und waren am späten Nachmittag so satt, dass auch ohne Worte klar war: Abendessen fällt heute aus!

 

 

Am späten Nachmittag löste sich die Geburtstagsgesellschaft langsam auf, und nach der unsäglichen Kalorien-Orgie meldete sich mein schlechtes Gewissen. Ich musste mich unbedingt noch etwas bewegen und entschied mich für einen Spaziergang entlang des Förde-Ufers. Die friedliche Abendstimmung war nach so einem turbulenten Tag genau das Richtige, um runterzukommen. Die Flensburger Außenförde bietet einen wunderbaren Panoramablick über die Förde nach Dänemark. Es herrscht gemütliches Strandleben, nach meinen Recherchen sogar ohne Kurtaxe. Auch sonst gibt es Einiges zu erkunden: bewaldete Steilküsten, längere und kürzere Wanderrouten, den Fördesteig durch Wiesen und an Moorgebieten entlang…

 

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Abendstimmung an der Außenförde

Obwohl es tagsüber noch richtig sommerlich und heiß war, war nun deutlich spürbar, dass die Tage kürzer werden und der Herbst langsam Einzug hält. Als ich an Bord zurückkehrte, klönte mein Skipper über die Reling mit einem netten dänischen Ehepaar auf dem Nachbarschiff. Die beiden waren schon einige Monate unterwegs, wie wir genossen sie die Freiheit, den ganzen Sommer an Bord verbringen zu können. Sie erzählten, dass sie unsere Heimatstadt Hamburg schon auf eigenem Kiel besucht und im Hamburger Cityhafen festgemacht hätten. Von dort aus wurde dann die Stadt erkundet. Sogar zum Hafengeburtstag waren sie schon nach Hamburg gesegelt – so seien sie mittendrin im Geschehen und hätten ihr schwimmendes Ferienhaus immer dabei. Bei netten und interessanten Gesprächen verging der Abend wie im Flug und irgendwann war es so stockdunkel, dass man kaum noch die Hand vor Augen sehen konnte. Also schnell in die Koje, denn am nächsten Tag sollte es nach Flensburg weitergehen.

Wir kommen ganz bestimmt wieder, Langballigau. Beim nächsten Mal kaufen wir frischen Fisch direkt vom Kutter, gehen schwimmen am Naturstrand und durchwandern das Tal der Langballigau von Westerholz nach Unewatt. Es gibt nämlich Leute, die behaupten, das sei Pflichtprogramm. Und das können wir auf keinen Fall auf uns sitzen lassen!

Das war der erste Teil unserer kleinen Zeitreise zurück in den Spätsommer. Coming soon: ein überraschender „Überfall“ in Flensburg und Thues lustige Gespräche mit dem Brückenwärter in Sønderborg…

Wir wünschen Euch entspannte Weihnachtstage,  macht es Euch richtig „hyggelig“ mit Euren Lieben! 🎅🏼🎄❤️

Bis bald, liebe Grüße von Euren elbkindern Martina & Thue 🇩🇰⛵️👫

 

 

Die Hanseboot 2016 – ein Messe-Rückblick

Seit Anfang Oktober ist unser elbkind nun schon im Winterlager und wir haben uns langsam wieder an das Leben als Landratten 🐭🐭 gewöhnt. Wie jedes Jahr konnten wir es anfangs in geschlossenen Räumen kaum aushalten und haben ständig alle Fenster aufgerissen. Nach der langen Zeit an Bord hatten wir uns zu sehr ans Leben an der frischen Luft gewöhnt. Kennt Ihr das eigentlich auch oder sind nur wir so merkwürdig drauf?

Zuhause ist es auch wieder schön. Wir vertreiben uns die Zeit mit langen Spaziergängen durch bunte Herbstlandschaften; in den letzten Tagen mussten wir wegen der winterlichen Temperaturen sogar Mütze und Handschuhe wieder rauskramen. Ansonsten sind die Aufgaben klar verteilt: Thue sitzt vor dem Rechner und surft im Netz (Yacht-Forum, Segelfilme auf YouTube, Segelblogs, Kauf einer Ankerkette), während ich als fleißige Hausfrau Kuchen- und Kochrezepte ausprobiere und mit den Folgen kämpfe, die sich schon deutlich auf der Waage zeigen 😬. Ansonsten tobe ich mich ein bisschen im Garten aus – einer muss ja schließlich dem Laub hinterherjagen.

Nun können wir uns auch wieder mit Freunden und Bekannten verabreden, die wir monatelang nicht gesehen haben, weil immer gerade jemand im Urlaub oder sonstwo unterwegs war, meistens natürlich wir 😉. Und ich habe Zeit für meine junge Freundin aus Eritrea und ihren kleinen Sohn, die im Sommer letzten Jahres als Flüchtlinge zu uns nach Norderstedt gekommen sind. Während der Segelsaison haben wir uns manchmal ein bisschen vermisst, und nun sehen wir uns wieder regelmäßiger. Unterwegs im deutschen Bürokratie- Dschungel lerne ich ständig dazu und habe mittlerweile den Eindruck, dass 6 Richtige im Lotto wahrscheinlicher sind, als eine Betreuung für einen kleinen Jungen zu finden, damit seine Mutter einen Integrationskurs besuchen kann…

Nach ein paar Wochen auf dem Trockenen war unsere Vorfreude auf die diesjährige Hanseboot in Hamburg groß. Für meinen Skipper ist so ein Messebesuch immer aufregender als Weihnachten. Am 29.10. öffnete die Messe ihre Tore; um den Wochenendtrubel zu umgehen sind wir erst am Montag hingefahren. Wir besuchen die Hanseboot schon seit Jahren, aber diesmal fühlte sich so manches anders an. Mit den geänderten Öffnungszeiten ging es los: Wochentags von 12:00 bis 20:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 bis 18:00 Uhr. Für uns Langschläfer kein Problem. Die Aussteller, mit denen wir darüber gesprochen haben, klangen allerdings nicht sonderlich begeistert. Erstens wisse man nicht, wie man sich vormittags die Zeit vertreiben soll, und zweitens müsse man hungrig bis spätabends durchhalten. Und das, obwohl angeblich nur sehr wenige Gäste die langen Öffnungszeiten nutzen würden.

Merkwürdig fremd fühlte sich für uns an, dass die Nordborg-Werft diesmal gar nicht auf der Messe vertreten war. Und unser Bootsbauer war nicht der Einzige, der sich gegen einen Messeauftritt in Hamburg entschieden hatte, denn in diesem Jahr glänzten u.a. auch Werften wie Hallberg-Rassy, Bavaria, X-Yachts und Faurby durch Abwesenheit. Außerdem ist uns aufgefallen, dass auch diverse Ausrüster für Bootszubehör und Kleidung nicht mehr dabei waren und es war deutlich, dass die Hanseboot im Vergleich zum letzten Jahr wieder deutlich geschrumpft ist. Wurden bis vor ein paar Jahren auch die Hallen am Eingang Mitte genutzt, beschränkte sich die Messe inzwischen nur noch auf das B-Gelände. Langsam wächst unsere Befürchtung, dass wir in naher Zukunft nach Düsseldorf zur „boot“ fahren müssen. Aber wir bleiben zuversichtlich und wünschen uns die Hanseboot auch zukünftig als festen Bestandteil unserer Winterpause in Hamburg.

Für alle, die das Thema Hanseboot näher interessiert : Stephan hat die Fakten kürzlich in einem Beitrag auf seinem Blog Digger Hamburg zusammengefasst.

Für uns war der Messebesuch trotzdem wieder sehr interessant und inspirierend. Besonders angetan waren wir vom „Nordic Cruiser“, einem klassischen Daycruiser. Falls wir dereinst zu alt und klapprig fürs Nordborg-Segeln sein sollten, legen wir uns vielleicht so ein Schmuckstück zu, um damit ein bisschen die Elbe rauf- und runter zu schippern. Man staunt ja, aber es ist alles an Bord, was das Herz begehrt: gemütliche Korbsessel für den Skipper und seine Bordfrau, ein einflammiger Kocher, eine Kühlbox, zwei Schlafplätze… Nur Segel fehlen natürlich, und das wird für uns sicher etwas gewöhnungsbedürftig. Aber zum Glück ist es ja noch nicht so weit… 😉

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Der Nordic Cruiser wird bestaunt

Nur ein paar Meter weiter haben wir uns am Stand vom Fåborg Havn eine ganze Weile nett mit Hafenmeister Lasse Olsen unterhalten und erfahren, dass sowohl die Marina als auch der Stadthafen ab dem Saisonbeginn 2017 mit einem blitzschnellen WLAN-Netz ausgestattet werden. Da lacht natürlich das Bloggerherz. 👍🏼 Und auch sonst hat Fåborg einige Ideen, die den Hafen zukünftig attraktiver machen sollen. Die sanitären Anlagen in der Marina werden erweitert und das Restaurant „Bro 7“, das in dieser Segelsaison leerstand, ist  wieder verpachtet. Wir sind gespannt. Zum Abschluss  durften wir noch an der kostenlosen Fåborg-Tombola teilnehmen, mussten allerdings feststellen, dass wir offenbar mehr Glück in der Liebe haben. ❤️

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Fåborgs netter Hafenmeister Lasse Olsen mit seiner Assistentin

Eine kleine Stippvisite auf der gut besuchten Bente-Insel durfte natürlich auch nicht fehlen – schon wegen Polly. Es wurden gleich drei Kleinkreuzer (Länge: 7,2 m) präsentiert: eine Green („Bio“) Bente, die zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen wie Flachsfaser, Kork und Harz auf Leinölbasis gefertigt wird, eine Performance-Bente mit Karbonrigg und -bügel, Teakdeck und cooler schwarzer Lackierung, und last but not least das erste Serienboot der Mk III-Version, in das alle Erfahrungen der vorangegangenen Generationen eingeflossen sind, mit hydraulischem Schwenkkiel.* Wir sind begeistert von diesem agilen und preiswerten Schiff, das hoffentlich viele Segel-Einsteiger für sich gewinnen wird. Ein Anfang ist gemacht, das innovative Konzept von Stephan Boden und Alexander Vrolijk begeistert offenbar viele, vor allen Dingen junge Segler. Am Stand war der Teufel los.

* Das hat sich mittlerweile geändert. Laut Kommentar von Blogleser Volker, der mit Alex gesprochen hat, ist das Projekt Schwenkkiel aufgrund zu hoher Kosten inzwischen aufgegeben und durch einen neuen Hubkiel ersetzt worden. Danke für den Hinweis!

Freitags sind wir dann noch ein zweites Mal auf der Messe gewesen und haben uns mit unseren Segelfreunden Christiane und Hendrik getroffen. Und siehe da: auch die Bootsbauer-Familie Jensen wollte sich die Hanseboot nicht entgehen lassen und war wenigstens zu Besuch gekommen.

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Unverhofft kommt oft: Nordborg-Get-Together

Unser Finale der diesjährigen Messe fand sonntags auf der In-Water Hanseboot im Sandtorhafen statt, dort lagen eine Oyster 825, die nur nach Anmeldung besichtigt werden konnte, eine Moody DS 45, die zu unserem Erstaunen nicht mehr in England, sondern inzwischen in Greifswald gebaut wird und eine Bestevaer 45 ST pure aus den Niederlanden, die uns besonders mit ihrer hochwertigen Innenausstattung beeindruckt hat. Unser heimlicher Traum ist allerdings eine Bestevaer 50. Vielleicht sollten wir doch langsam mal anfangen, Lotto zu spielen?

Das waren unsere Hanseboot-Eindrücke 2016. Auf die nächste Messe müssen wir gar nicht lange warten: am Wochenende 19. / 20.11.2016  findet die Hausmesse der Nordborg-Werft in Dänemark statt. Irgendwas ist ja immer – so übersteht man das Winterhalbjahr selbst als Landratte ohne Langeweile! ⛵️

 

 

Saisonabschluss

Wegen einiger Termine im September fuhren wir nach dem Nordborg-Wochenende erst mal wieder nachhause. Aber die Saison war für uns natürlich längst noch nicht vorbei – Ende September waren wir zurück in Dyvig und verbrachten zehn traumhafte letzte Tage an Bord.  Die Wetterlage war stabil, und weil die Tage schon merklich kürzer wurden, genossen wir jeden Sonnenstrahl. Wir konnten sogar jeden Morgen im Cockpit frühstücken!

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Morgens im Cockpit

Wir hatten keine großen Pläne gemacht und entschlossen uns, ein letztes Mal in diesem Jahr nach Årø zu segeln. Nicht dass Ihr denkt, uns fällt nichts Besseres ein, aber wie so oft passten einfach Wind und Wetter, um dieses Ziel anzusteuern. Dass die Saison fast vorbei war, merkten wir schon im Hafen, denn es war so wenig los, dass wir uns einen Liegeplatz aussuchen konnten. Abends bei Brummers Gård war es sogar schon zu kalt, um draußen zu sitzen – wir haben in der Gaststube gesessen und gegessen. Auch hier ging die Saison aufs Ende zu, der Laden war bis zum letzten Platz besetzt und platzte beinahe aus allen Nähten. Neben uns saß eine dänische Geburtsgesellschaft, die – wie in Dänemark beim Feiern so üblich – ein Lied nach dem anderen anstimmte. Zu schön!

Am nächsten Tag sind wir unter Genakker und ohne Großsegel  wieder zurück nach Dyvig gerauscht, denn der Wind kam direkt von hinten. Zum ersten Mal unter allerbesten Bedingungen, das war ein Riesenspaß!

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Zum letzten Mal Segeln unter Genakker..

 

Mein Geburtstag, den ich dieses Jahr zur Abwechslung mal an Bord verbracht habe, war etwas ganz Besonderes. Unser Bootsbauer Holger Jensen besuchte uns nämlich mit einem netten Ehepaar aus der Schweiz an Bord. Katrin und Thomas interessierten sich für eine NB 40 und wollten sich unser Schiff gerne mal genauer ansehen. Nach einer ausführlichen Besichtigung kamen wir schnell ins Klönen, und spontan luden wir die Beiden ein, uns am Nachmittag auf unserem Segeltörn nach Apenrade (dän.: Åbenrå) zu begleiten.

Gesagt, getan! Thomas übernahm von Anfang an das Ruder. Der Wind wehte nur schwach und die Bedingungen waren nicht gerade perfekt für einen Demo-Törn, aber immerhin machten wir 2-3 kn Fahrt bei 1-3 m/s Wind. Am Ende wurde dann doch der Motor gestartet, denn in Apenrade stand Holger ja schon auf dem Steg und wartete auf uns. Er nahm die Leinen an und unsere Mitsegler mit dem Auto wieder mit zurück nach Dyvig. Obwohl dieser Probeschlag wegen des schwächelnden Windes hinter den Erwartungen von Katrin und Thomas zurückgeblieben war, hatten wir den Eindruck, dass das elbkind die beiden am Ende überzeugt hat. Wir vermuten, dass sie inzwischen „in freudiger Erwartung“ sind und hoffen, dass wir sie bald im „Club der 40er“ begrüßen dürfen. 👍🏼😉

Abends waren wir mit Torben und Lene beim Italiener in Apenrade zum Geburtstagsdinner verabredet. Kleiner Tipp: sollte Euch das Schicksal jemals in ein italienisches Restaurant namens „Tony“ in Apenrade  verschlagen, bestellt bitte Pizza. Wagt keine Experimente, es lohnt sich nicht. Die können nur Pizza. Ich spreche aus Erfahrung. 😎🍕. Glücklicherweise schmeckten aber das Bier und der Wein, und gemütlich war der Abend dank netter Gesellschaft trotzdem.

Zum Saisonabschluss stand auch ein kleiner Ausflug zur Ankerboje im Sønderborg Fjord auf meiner Wunschliste. Ich wollte die Boje nämlich gerne mal selbst ansteuern, während Thue mit dem Haken nach dem Ring angelt. Und das hat auch gut geklappt! Bei schönstem Sonnenschein lagen wir faul im Cockpit, tranken Kaffee und beobachteten die Segelschiffe, die an uns vorbeizogen. Nur schweren Herzens konnten wir uns ein paar Stunden später wieder losreißen.

Anfang Oktober schien nicht nur die Sonne, der Wind wehte meistens auch nur schwach bis mäßig. Endlich konnte ich mal ohne viel Publikum (das Stichwort heißt Hafenkino 😜) und ganz in Ruhe üben, was ich im April beim Frauen-Skippertraining gelernt hatte: das An- und Ablegen. Nach wie vor klopfte mir das Herz bis zum Hals, wenn ich am Steuer stand, und von Routine konnte keine Rede sein. Das sollte sich ändern. Ein paarmal hat auch alles gut geklappt, aber ausgerechnet das letzte Anlegemanöver ging  voll in die Hose… Was soll’s. Nächstes Jahr wird einfach weitergeübt, es kann nur besser werden!

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Leider war beim Anlegen der Flaggenstock im Weg… 😬

Langsam fingen wir an, das elbkind fürs Winterlager vorzubereiten. Es wurde ausgemistet, aus- und aufgeräumt, gesaugt, gewischt, poliert und geschrubbt.

Die Stimmung an Bord wurde plötzlich wehmütig. Nur noch ein paar Tage, und alles sollte vorbei sein?  Über vielen Situationen stand nun die Überschrift „zum letzten Mal in diesem Jahr..“, das fühlte sich ganz eigenartig an und gefiel uns irgendwie gar nicht…

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Die letzten schönen Sonnenuntergänge im Hafen…
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Zum letzten Mal den Grill anschmeißen…

Und dann kam der letzte Arbeitstag unseres Hafenmeisters Christian. Viele Jahre lang konnten wir uns immer auf ihn verlassen und haben viele lustige und feucht-fröhliche Stunden mit ihm verlebt. Nun mussten wir uns tatsächlich von ihm verabschieden, am Ende kullerten sogar ein paar Tränen. Auch das noch!

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Abschied von „Kedde“

Am letzten Wochenende waren wir noch einmal mit Christiane und Hendrik verabredet, denn auch die „Molch“ sollte ein paar Tage später gekrant und ins Winterlager nach Nordborg gebracht werden. Gemeinsam wurde abgeriggt, und weil für die nächsten Tage Regen angekündigt war, wurden beide Großsegel zum Schutz vor Nässe vorübergehend in Planen eingepackt.

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Molch und elbkind werden winterklar gemacht

Nach getaner Arbeit gab’s dann abends einen Sundowner vor dem Dyvig Badehotel, und anschließend ein gemütliches Abendessen zu viert in der „Skipperstuen“ -auch zum letzten Mal in dieser Saison! 😢

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Zum letzten Mal draußen sitzen und den schönen Blick über die Dyvig Bucht genießen…

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam unter Deck auf der Molch. Und dann – war sie tatsächlich vorbei, unsere Segelsaison 2015.

Und hier mein Resümee:

Die Wetterstation im dänischen Blåvand hat im Mai 21 Tage mit Starkwind (und mehr!) gemessen; im Juni 16 Tage. Wir waren in diesem Sommer viel zu oft eingeweht und hatten entweder viel zu viel Wind oder viel zu wenig. ⛵️💨

In den vergangenen Monaten haben wir viele nette Menschen kennengelernt, und ich finde es super, dass Thue die Leute immer so gnadenlos anschnackt, obwohl mir das manchmal etwas peinlich ist.. 😄👍🏼

Die Stimmung an Bord war eigentlich immer gut, wir zwei haben uns vertragen und das Bordleben auf so engem Raum ist mir deutlich leichter gefallen als ich dachte (und befürchtet hatte). 👫💝

Am besten hat es uns auf Anholt gefallen, diese Insel ist wirklich außergewöhnlich und die Atmosphäre ganz besonders. 🎏 Wir kommen bestimmt wieder.

Von zu viel Rotwein krieg‘ ich nachts Herzklopfen.. 🍷

Freiheit bedeutet nicht nur, Pläne zu schmieden und sie umzusetzen, sondern auch, sie über den Haufen zu werfen und einfach etwas ganz Anderes zu machen. 🗽

Ich liebe Dänemark! 🇩🇰❤️

 

Segelpromis auf Årø

Es soll ja Leute geben, die möglichst keinen Hafen zweimal ansteuern, wegen der Abwechslung. Auf uns trifft das überhaupt nicht zu, was man am Beispiel Årø deutlich merkt. Ganz im Gegenteil – wir haben diese idyllische kleine Insel mittlerweile so sehr ins Herz geschlossen, dass wir es einfach nicht schaffen, an ihr vorbeizusegeln!

Daher passte es uns auch gut, dass Torben und Lene mit ihrer „Acadia“  auf ihrem Rückweg von Samsø wieder auf Årø gelandet waren und anfragten, ob wir uns nicht Lust hätten, vorbeizukommen. Die beiden waren auf der Insel mit Lene’s Eltern zur Hunde-Übergabe verabredet. Felix hatte nämlich Ferien bei Lene’s Eltern gemacht, während die beiden unterwegs waren. Kennt Ihr Felix eigentlich schon? Falls nicht: das ist er, mein heimlicher Freund. 🐶 😍 Wir zwei können uns richtig gut leiden.

Felix – tiefenentspannt.
Der Himmel war grau, als wir morgens Middelfart achteraus ließen, und auf dem Kleinen Belt waren kaum Schiffe unterwegs. Wir zogen wir die Segel hoch, aber leider schlief der Wind schon nach kurzer Zeit ein. Also wieder runter mit den Segeln, und unter Motor ging’s weiter in östliche Richtung. Unser Ziel war ja zum Glück nicht besonders weit entfernt, und nach rund 20 Meilen und nur 3 1/2 Stunden Fahrt machten wir auf Årø fest. Inzwischen schien die Sonne!

Zuerst wurde natürlich ausgiebig mit der Acadia-Crew geklönt, denn schließlich mussten wir uns erst mal erzählen, was in der Zwischenzeit alles passiert war, in welchen Häfen wir gelandet waren, wie es mit der Segelei geklappt hat usw. usw. Nordborg-Skipper tauschen sich übrigens gern zum Thema erreichte Spitzengeschwindigkeiten aus und versuchen, sich dabei gegenseitig zu übertreffen. Natürlich würden sie das nie zugeben („nächstes Mal sagst Du zuerst!“). Und Schummeln geht auch nur dann, wenn wir sicher sein können, dass unser AIS gerade mal wieder nicht funktioniert. Naja, von uns gab es zu diesem Thema  sowieso nicht viel zu berichten, denn in letzter Zeit wehte da, wo wir uns gerade herumgetrieben haben, ja nur ein (f)laues Lüftchen. Mit richtig sportlichem Segeln hatte das wenig zu tun.

Klönschnack bei Sonnenschein im Hafen von Årø
Abends landeten wir natürlich – wie immer! – beim Brummers Gård. Hofhund Tesso und Felix beschnüffelten sich erst vorsichtig und begrüßten sich dann freundlich. Zum Glück hatten wir noch immer Sonnenschein, so dass wir im Hof sitzen und essen konnten.

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Wieder mal bei Brummers Gård
Am nächsten Tag sollte es dann wieder nach Dyvig gehen. Wir wollten es gemütlich angehen und erst gegen Mittag aufbrechen. Eile mit Weile, schließlich war uns der Hafenplatz in Dyvig sicher! Thue nutzte die Zeit bis zum Ablegen mit einer kleinen Spazierrunde durch den Hafen. Die macht er übrigens immer dann besonders gern, wenn der Frühstücks-Abwasch ansteht. So ein Fuchs! Aber durchschaut habe ich ihn trotzdem. 😜

Ihr wisst ja: Thue kennt überall in Dänemark Leute, meistens von früher. Auf Årø kennt er Harald, Spitzname Halle. Er ist Matrose auf der Fähre, die im Halbstundentakt von Årø nach Årøsund und zurück fährt. Außerdem ist er erster Vorsitzender der Årø Fiskeriforening und einer von sechs Skippern, die für den Verein Årø Rescue im Einsatz sind. Falls sie in Seenot geraten oder Schlepphilfe benötigen sollten, erhalten Mitglieder des DSRS für einen geringen Jahresbeitrag Hilfe und  Unterstützung auf dem Wasser. Eine sinnvolle Sache. Jedenfalls ist Halle immer für einen Klönschnack gut, und Thue zog los, um nach ihm Ausschau zu halten.

Nach einer Weile kam er zurück und hatte was zu erzählen: Er hatte zwar nicht Halle, aber stattdessen Weltumsegler, Segelikone und Buchautor Wilfried Erdmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilfried_Erdmann), der mit Ehefrau Astrid und seinem Aluminiumschiff „Kathena NUI“ in Richtung Norden unterwegs war, getroffen, ihn angeschnackt und ein bisschen mit ihm geklönt. Der war überrascht und sichtlich angetan, dass Thue (als Däne) wusste, wer er ist und sogar einige seiner Bücher gelesen hatte. Und natürlich musste Thue ihm auch erklären, warum unser Schiff Elbkind heißt und unter dänischer Flagge segelt. Aber das kennen wir ja schon. 😉

Die Kathena Nui läuft aus
Die Kathena Nui verlässt Årø in Richtung Norden
Dann machten wir uns auf nach Dyvig. Acadia und Elbkind liefen gemeinsam aus, und es herrschte beinahe Windstille. Irgendwie waren wir in dieser Saison noch gar nicht dazu gekommen, unter Gennaker zu segeln, aber nun sollte es endlich losgehen. Ein mühsames Unterfangen, denn unsere Windanzeige zeigte zwischendurch sogar eine glatte NULL an! Trotzdem hatten wir Spaß und versuchten eine ganze Zeit lang, wenigstens ein kleines bisschen Fahrt ins Schiff zu bekommen. Nach zwei Stunden Gedümpel mussten wir dann aber doch einsehen, dass es wahrscheinlich bis zum nächsten Morgen dauern würde, bis wir Dyvig erreichen, wenn wir den Volvo nicht endlich anschmeißen. Okay, überredet… 😬

Endlich mal unter Gennakker, aber meistens ohne Wind
Endlich mal unter Gennakker, aber die meiste Zeit ohne Wind
Am frühen Nachmittag erreichten wir Dyvig fast zeitgleich mit der Acadia. Torben und Lene hatten unterwegs auch rumgetrödelt und das schöne Wetter und die ruhige See genossen. Abends wurde natürlich der Grill angezündet, bei DEM Wetter! Also ich finde, das Leben ist schön. Und meinen Job habe ich in den letzten Monaten noch nicht eine Sekunde vermisst. 😉

Natürlich ist unser Törn schon einige Wochen her, aber ich habe mir fest vorgenommen, unser Segeltagebuch 2015 zuende zu schreiben. Es kommt also an dieser Stelle demnächst noch ein bisschen was. Vielleicht ist es ja sogar ganz nett für Euch, im Herbst noch ein paar sommerliche Blogs zu lesen? ☀️